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Willkommen beim Regionalverband der Gartenfreunde Bitterfeld-Wolfen und Umgebung e.V.


  Der Garten im September
                    

Bauernregeln für den Monat:

Ist’s am 1. September hübsch rein, wird’s den ganzen Monat so sein.

Herbstgewitter bringen Schnee, doch dem nächsten Jahr kein Weh.

An September Regen für Saat und Reben, ist dem Bauer gelegen. Regnet’s am Michaelistag (29.9.), so folgt ein milder Winter.

Wenn Matthäus (21.9.) weint statt lacht, er aus Wein oft Essig macht.

Auf Lambert (17.9.) hell und klar, bringt ein trockenes Frühjahr.  

Wenn St. Ägidius (1.9.) bläßt ins Horn, so heißt es: Bauer säe dein Korn.

Ein Herbst der warm und klar, ist gut für’s nächste Jahr.

Bleiben die Schwalben lange, sei vor dem Winter nicht bange.

Ist der Herbst sehr schön, muss man im Winter in Pelzen gehn.

Gibt’s viel Eicheln im September, fällt viel Schnee schon im Dezember.

Kommt Michael (29.9.) heiter und schön, so wird’s noch 4 Wochen so gehen.

Foto: Axel Richter

Obstgarten

Bevor mit der Obsternte begonnen wird, sollten die für die Lagerung vorgesehenen Behältnisse einer gründlichen Reinigung unterzogen werden.

Bei der jetzt beginnenden Birnen- und Apfelernte sollten Sie besonders vorsichtig zu werke gehen, denn nur gesundes Obst ist lagerfähig. Baumreife Früchte lösen sich nach leichtem Anheben vom Fruchtholz.

Pflaumen, Renekloden, Mirabellen sind ebenfalls im September zu ernten.

Kranke Früchte sollten nicht am Baum bleiben, sondern gleich mit gepflückt werden.  

Zum Ende des Monats beginnt die Ernte der Wallnüsse, wobei man sich hier auf das Aufsammeln der Früchte beschränken sollte, da dann sich die Nuss leichter aus der grünen Schale befreien lässt.

Die im Sommer auf den Baumscheiben aufgebrachte Mulchdecke sollte jetzt entfernt werden, da sich darunter gern Wühlmäuse ansiedeln. 

Im Herbst beginnt die Hauptpflanzzeit der Obstbäume und Beerensträucher. Sie sollten die Pflanzlöcher vorbereiten. Wer seine Johannisbeeren selbst vermehren will, kann ab September Steckholz, aus einem gut ausgereiften einjährigen Trieb, schneiden und das 15 cm lange Steckholz  bis an die oberste Knospe in die Erde stecken.

Bei den Erdbeeren ist die Pflege nach der Ernte bis in den Oktober hinein, entscheidend für den Fruchtansatz im nächsten Jahr, da die Blütenanlagen jetzt gebildet werden. Düngen Sie letztmalig in diesem Jahr mit 20g/m² Blaudünger. Bei Trockenheit das Wässern nicht vergessen!

 

Gemüse

Feldsalat für die Herbsternte sollte schnellstmöglich ausgesät werden. Soll

 

 

 

 er erst im Frühjahr geerntet werden, reicht die Aussaat am Monatsende aus. Vergessen Sie das Düngen mit Kompost oder mit 30 g/m² nicht. 

Soll Bleichsellerie das Ziel Ihrer Wünsche sein, sollten in der 1.Septemberdekade die Blattsiele mit lichtundurchlässigem Materialien umwickelt werden.  

Der Späte Blumenkohl bekommt Anfang September noch eine Nährstoffgabe durch eine 0,3 %ige Lösung eines Volldüngers, ebenso der Spätkohlrabi. 

Die Aussaat von Spinat für die Frühjahrsernte sollte bis Monatsmitte erfolgen. 

Die freien Felder sollten Sie mit einer Gründüngung versehen (Senf, Ölrettich oder Phacelia- der Bienenfreund). 

Wer seine Gewürzkräuter oder auch Schnittlauch schon jahrelang an der gleichen Stelle stehen hat, sollte an ein Umsetzen denken. Die Pflanzen werden es Ihnen danken.  

Wenn ihre Rosenkohlpflanzen bis Mitte des Monats noch keine Röschen angesetzt haben, sollten Sie die Endknospen der Pflanze ausbrechen. Alle anderen Blätter aber unberührt lassen. 

Porree, Sellerie, Möhren und alle Kohlarten sind jetzt für reichliche Wasser- und Nährstoffgaben dankbar, da sie noch voll im Wachstum stehen. 

Allgemeines

Sollten bei den Chrysanthemen die Blütenansätze allzu dicht stehen, ausdünnen. Optimal ist 1 Ansatz pro Triebende.  

Im September ist die Zeit zur Rasenaussaat gekommen. Vorhandene Flächen müssen weiter geschnitten und bei Trockenheit bewässert werden. 

Wollen Sie im Herbst Ziergehölze oder Rosen pflanzen beginnen Sie jetzt mit dem ausheben der Pflanzgruben und verbessern Sie die Pflanzstellen mit Kompost. 

Hecken können auch jetzt noch geschnitten werden. Achten Sie darauf, dass die Hecke oben schmaler als unten ist! Nur dann wird die Hecke in allen Teilen gut belichtet und bleibt dicht. 

Zwiebeln von Tulpen, Narzissen, Krokusse, Hyazinten, Schneeglöckchen, Blausterne und Lilien sollten jetzt in den Boden kommen. Die Zwiebeln der Gladiolen sollten im Laufe des September aus dem Boden genommen werden. 

Stiefmütterchen und Vergissmeinnicht sollten vom Aussaatbeet an die vorgesehenen Stellen ausgepflanzt werden. 

Achten Sie auch weiterhin auf die Unkräuter. Entfernen Sie sie, bevor sie blühen und Samen angesetzt haben. Sie ersparen sich damit in den nächsten Monaten viel Arbeit.

 

 

Der Garten im Oktober

Bauernregeln für den Monat: 

Ist recht rauh der Hase, dann frierst du bald an der Nase.

Trägt’s Häschen lang sein Sommerkleid, so ist der Winter auch noch weit.

Nichts kann mehr vor Raupen schützen, als wenn der Oktober erscheint mit Pfützen.

Mischt der Oktober sich in den Winter, ist dann dieser um so gelinder.

Fängt der Winter zu früh an zu toben, wird man ihn im Dezember nicht loben.

Wenn’s im Oktober friert und schneit, bringt der Januar milde Zeit.

Sankt Gallen lässt Schnee fallen, treibt die Kuh in den Stall und den Apfel in den Sack.

Wenn die Eichen viel Früchte tragen, wird ein langer Winter tagen.

Fällt der erste Schnee in den Dreck, so wird der Winter ein Geck.

Nichts kann mehr vor Raupen schützen, als wenn der Oktober erscheint mit viel Pfützen.

Ist im Oktober das Wetter hell, bringt es herbei den Winter schnell.

Ist der Oktober rau, zeigt sich der Januar flau.

Mengt sich der Oktober in den Winter, so wird dieser um so gelinder.

Wie im Oktober Regen hausen, werden im Dezember die Stürme brausen.

 

 

 

 

 

Obstgarten

Bevor Sie mit der Ernte der Früchte von hohen Bäumen beginnen, sollten Sie unbedingt die Sprossen der Leitern und die Standfestigkeit überprüfen! 

Obsternte: Äpfel und Birnen sollten geerntet werden, wenn sich die Früchte bei einer leichten Drehung samt Stiel vom Fruchtholz leicht lösen lassen. Das Obst sollte unbedingt mit Stiel gepflückt werden, um Öffnungen, die Angriffsflächen für Fäulnispilze darstellen, zu vermeiden.

Späte Sorten sollten nicht zu früh geerntet werden, denn jeder Tag, den sie noch am Baum hängen, kommt ihnen zugute!

Eingelagert werden nur gesunde, nicht beschädigtes Obst.

Wenn gegen Ende des Monats neue Bäume gepflanzt werden sollen, sollte schon jetzt der Boden gründlich vorbereitet werden.

Pflanzenschutz: Zur Vorbeugung des Befalls durch den Frostspanner, sollten jetzt Leimringe um die Baumstämme gelegt werden. Da die Weibchen des Frostspanners nicht fliegen können, kommt es dadurch zu keiner Eiablage in den Bäumen.

Achtung! Wurzelnackte Gehölze sollten vor dem Einpflanzen längere Zeit gewässert werden.

Gemüse

Mit der Ernte der späten Gemüsearten, wie Möhren, Knollensellerie, Rote Rüben, alle Spätkohlarten, sollten Sie noch bis Ende des Monats warten, da sie noch an Größe und Gewicht zunehmen. Für die Lagerung sollten keine Keller von Häusern mit Zentralheizung in Betracht gezogen werden, da diese zu warm und trocken sind. Ist dies der Fall, sollte eine Erdmiete vorgezogen werden. 

Schwarzwurzeln. Die geernteten Wurzeln sollten nicht zu trocken gelagert werden. Am Besten in einer Holzkiste, schichtweise zwischen einer feuchten Torfschicht. 

Rhabarber. Alte Stöcke können jetzt geteilt werden. Der Boden an der neuen Pflanzstelle sollte gut gelockert und Kompost aufgebessert werden.

 

 Allgemeines

Sommerblumenpflanzungen werden nach den ersten Nachtfrösten beräumt und auf den Kompost gebracht. 

Rosen sollten jetzt gepflanzt werden, damit sie noch anwachsen können und im Frühjahr zeitig mit dem Austrieb beginnen können. 

Alle Arten von Blumenzwiebeln sollte jetzt in den Boden gebracht werden. 

Nach den ersten Frösten werden die Dahlien, Knollenbegonien, Gladiolen, Canna aus dem Boden genommen, und abgetrocknet im Winterquartier eingelagert. 

Kübelpflanzen, wie Oleander oder Datura können noch auf der Terrasse verbleiben, da sie Temperaturen um den Gefrierpunkt vertragen. 

Rasen. Eine Neuaussaat ist noch möglich. Die Rasenflächen sollten weiterhin kurz geschnitten werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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