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Willkommen beim Regionalverband der Gartenfreunde Bitterfeld-Wolfen und Umgebung e.V.


  Der Garten im Juni
                    

Bauernregeln für den Monat:

Wenn kalt und nass der Juni war, verdarb er meist das ganze Jahr.

Auf den Juni kommt es an, ob die Ernte soll bestahn.

Wenn im Juni Nordwind weht, kommt Gewitter oft recht spät.

Juni trocken mehr als nass, füllt mit gutem Wein das Fass.

Corporis Christi schön und klar, guter Wein in diesem Jahr.

Vor Johannis (24.) bitt um Regen, nachher kommt er ungelegen. 

Foto: Axel Richter

Obstgarten

Sobald die aufgepfropften Edelreiser austreiben, sollte der Bast gelöst werden, sonst würde er das in die Dicke wachsende Edelreis einschnüren.

Überreich angesetzte Früchte sollten ausgedünnt werden, man belässt 1 oder 2 Äpfelchen, die sich dann zu großen Früchten entwickeln können.

Erdbeeren sollten bei Trockenheit ab und zu gegossen werden, damit die Früchte nicht zu klein bleiben. Rechtzeitig vor Erntebeginn sollte kurzes Stroh unter den Pflanzen gelegt werden.

Himbeeren sollten mit Kompost oder Rasenschnitt gemulcht werden, da sie humusreichen Boden lieben.

Bei den Brombeeren sollten die aus den Blattachseln wachsenden „Geiztriebe“ auf 2 bis 3 Augen entspitzt werden.

Während des Monats empfiehlt sich eine Nachdüngung mit einem Volldünger.

Unbrauchbare, ungünstig stehende oder für den Kronenaufbau nicht benötigte diesjährige Triebe können jetzt entfernt werden, durch abreißen (Sommerriss). Dies erleichtert den Winterschnitt!

Aprikosen. Der Abstand zwischen den Früchten sollte ca. 5 cm breit sein.

Pfirsiche. Der Abstand zwischen den Früchten sollte ca. 7 cm breit sein.

 

Gemüse

Die Ernte der Frühkartoffeln kann, wenn das Laub gelblich gefärbt ist, beginnen, dann sind die Knollen voll ausgereift.

Nach der Ernte sollten die freien Beete mit einem Kultivator gelockert werden und Komposterde eingearbeitet werden.

Zur Ergänzung kann ein Volldünger eingearbeitet werden. Die freien Beete können mit Grünkohl, der den ganzen Winter über geerntet werden kann, bepflanzt werden.

Alle Seitentriebe bei den Tomaten sollten ausgebrochen werden, damit der Haupttrieb mehr Kraft für den verbleibenden Fruchtansatz einsetzen kann.

Bis zum 24. Juni kann der Rhabarber noch geerntet werden. Event. Vorhandene Blüten sind herauszubrechen.

Wenn noch nicht geschehen, sollte in der ersten Woche der Rosenkohl ausgepflanzt werden.

Anfang bis Mitte Juni können nochmals Möhren für den Herbst oder Winterbedarf gesät werden.

Rote Rüben für die Herbsternte kommen zur Monatsmitte in den Boden.

Sommerrettiche und Radieschen können während des ganzen Monats gesät werden.

Um Johanni (24. Juni) wird die Ernte beendet und die Stöcke mit gutem Kompost oder Stallmist umgeben.

Auch die Ernte des Spargels wird beendet. Auf den Beeten mit Stallmist und ein Volldünger aufgebracht.

Porree. Für die Winterernte sollte er in 12 bis 17 cm tiefe Erdrillen mit 40 cm Rillenabstand gesetzt werden. Ende Juni werden die Pflanzen angehäufelt.

 

Allgemeines

Die Rosen sollten zum Ende des Monats ein zweites Mal gedüngt werden. Ab Monatsbeginn ist regelmäßig gegen Pilzerkrankungen zu spritzen.

Höher werdende Stauden werden jetzt gepfählt. Der Ritterstern ist bis auf 10 cm über dem Boden abzuschneiden, damit er im Spätsommer ein zweites Mal blüht.

Die gepflanzten Sommerblumen sind jetzt für eine schwache Düngergabe dankbar. Achtung: Viel hilft nicht viel!

Jetzt werden die zweijährigen Sommerblumen ausgesät, wie Stiefmütterchen, Goldlack, Bartnelken, Vergissmeinnicht, Marienglockenblumen.

Vorhandene Rasenflächen werden regelmäßig gemäht und bei Bedarf mit einem Spezialdünger gedüngt. Die ideale Schnitthöhe liegt bei 4 cm.

Die verwelkten Blüten des Rhododendron sollten vorsichtig heraus gebrochen werden, damit die Pflanze ihre Kraft nicht in die Samenbildung steckt. 

 

 

 

Der Garten im Juli

Bauernregeln für den Monat: 

2.7. Geht übers Gebirg Maria naß, sechs Wochen tröpf’ts ohn’ Unterlaß.

13.7. Die erste Birn’ bringt Margareth, drauf überall die Ernt’ angeht.

An Margareten (20.Juli) Regen, bringt Heu und Nüssen keinen Segen.

25.7. Der Jakobs=Regen schadet nicht, auf Kälte deut’ sein Sonnenlicht.

Ist es hell auf Jakobi-Tag, viel Früchte sich man versprechen mag.

Sind die Hundstage hell und klar, künden sie stets ein gutes Jahr!

Wer nicht geht mit dem Rechen, wenn die Fliegen und Bremsen stechen, muss im Winter gehen mit dem Strohseil und fragen: bietet jemand Heu feil?

Wechselt im Juli stets Regen und Sonnenschein, so wird im nächsten Jahr die Ernte reichlich sein.

Der Juli muss vor Hitze braten, was im September soll geraten!

Sind der Juli und August trocken und warm, wird der Winter niemals arm.

Dem Sommer sind Donnerwetter keine Schande, sie nützen der Luft und dem Lande.

Wenn es im Juli bei Sonnenschein regnet, man vielen giftigen Mehltau begegnet.

Scheint im Juli die Sonne gut, für zweie sie arbeiten tut!

Wenn der Juli fängt mit Tröpfeln an, folgt meistens noch mehr Regen dann.

 

 

 

 

 

 

 

Obstgarten

Die Obstbäume sollten bei anhaltender Trockenheit im Wurzelbereich gewässert werden.

Wir empfehlen das Auslichten der Früchte an den Obstbäumen, je früher desto besser ist der Erfolg bei der Fruchtqualität. 

Bei Obstspalieren wird jetzt der Zuwachs um die Hälfte gekürzt und die nach innen zeigenden Äste werden abgeschnitten.  

Der Schnitt der Süßkirschen kann sofort nach der Ernte erfolgen. 

Sommerschnitt: Hierbei erfolgt das Entfernen von Konkurrenztrieben und anderen den Kronenaufbau störenden trieben.

Achtung: Wenn zuviel geschnitten wird kann es zu unerwünschten Neutrieb kommen. 

Wein: Die tragenden Triebe werden 2 Blätter über der Fruchttraube eingekürzt.  

Erdbeeren: Nach der Ernte sollte der Boden flach gelockert und gedüngt werden. Beete für eine Neuanpflanzung können vorbereitet werden. 

Johannisbeeren: Nach der Ernte sollten die ältesten Triebe aus den Büschen geschnitten werden. 

Himbeeren: Nach der Ernte müssen die abgetragenen Triebe dicht über dem Boden abgeschnitten werden. Man belässt max 10 Triebe auf dem Laufmeter. 

GemüseI

Kopf-, Pflück- und Eissalat kann während des ganzen Monats gepflanzt werden.

Bis Mitte des Monat kann noch Blumenkohl und bis Ende des Monats Kohlrabi gepflanzt werden.

Sellerie, Stangenbohnen, Porree und Rosenkohl sollten neben einer regelmäßigen Wässerung auch eine Düngergabe erhalten, um Mangelerscheinungen vorzubeugen.

Gurken sollten regelmäßig abgeerntet werden, um die Pflanze zu neuem Fruchtansatz zu bewegen.

Zur Vermeidung der Braunfäule sollten die Tomatenpflanzen vor Blattnässe geschützt werden.

Die Kulturen im Frühbeet – Zuckermelonen, Auberginen, Gurken, Paprika sollten mit einem Volldünger gedüngt werden. 

 

 Allgemeines

Bis zur Monatsmitte können noch zweijährige Sommerblüher ausgesät werden, wobei zu beachten ist, dass der Samen während der Keimung nicht austrocknet.

Verblühtes ist von allen Pflanzen zu entfernen, denn jeder Samenansatz geht auf Kosten der weiteren Blüte.

Der Rittersporn ist nach dem Abblühen auf ca. 10 cm zurück zu schneiden, um einen zweiten Austrieb im Herbst anzuregen.

Hochwachsende Beetstauden sollten jetzt eine Stütze erhalten.

Rosen: Auf Mehltau und Rosenrost achten. Bei ersten Anzeichen ist gegen die Pilzkrankheiten zu spritzen.

Rasen: Regelmäßig mähen, Wurzelunkräuter ausstechen und bei längerer Trockenheit mit Wassergaben versehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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