Wir über uns
Bilder
Freie Gärten
Email
Home
Willkommen beim Regionalverband der Gartenfreunde Bitterfeld-Wolfen und Umgebung e.V.


  Der Garten im April
                    

Bauernregeln für den Monat:

April hat seine dummen Mucken, er will, dass der Bauer nach dem Wetter tut gucken.

Trockener April ist nicht des Bauern Will’.

Wenn der April bläst in sein Horn, steht es gut um Heu und Korn.  Nasser April verspricht der Früchte viel, April dürre, macht die Hoffnung irre.

Ist Ambrosius (4.) schön und rein, will St. Florian (4. Mai) dann wilder sein.

Heller Mondschein in der Aprilnacht schadet oft der Bäume Blütenpracht.

Wenn die Kräh am Markustag sich im Korn verstecken mag, dann gibt’s für war ein gutes Jahr.

Foto: Axel Richter

Obstgarten

Der Obstbaumschnitt sollte unbedingt beendet werden, da die Bäume sonst unnötig geschwächt würden.

Neupflanzungen von Obst- und Beerensträucher können im April noch erfolgen, es gilt die Regel: um so eher, um so besser! Der Pflanzschnitt hat gleich mit der Pflanzung zu erfolgen.

Nach dem Entfernen des Unkrautes unter Sträuchern und auf den Baumscheiben sollten diese gemulcht oder Kompost aufgebracht werden.

Sobald sich die Rinde löst, kann mit dem Veredeln begonnen werden. Es ist darauf zu achten, dass die Edelreiser nicht eingetrocknet oder zu weit ausgetrieben sind.

Eventuell vorhandene Fruchtmumien müssen unbedingt entfernt werden, um die Verbreitung von Krankheiten zu verhindern.

Das Schneiden der Pfirsichbäume wird erleichtert, wenn im April die Blüten- und Blattknospen gut zu unterscheiden sind.

Die Obstbäume sollten im April eine weitere Volldüngergabe erhalten.

Auf den frisch ausgetriebenen Blättern kann als mehliger Belag Apfelmehltau auftreten. Ein konsequenter Rückschnitt in das gesunde Holz kann den Befall einschränken.

 

Gemüse

Der Boden für die Gemüsebeete ist zu lockern, mit einer Grunddüngung  zu versehen und Kompost einzuarbeiten. Soweit nicht bereits Ende März Möhren, Schwarzwurzeln, Radieschen, Erbsen, Zwiebeln und Dill ausgesät wurde, hat dies jetzt zu erfolgen.

Zu Monatsbeginn können Kohlrabi und Kopfsalat gepflanzt werden. Eis- und Pflücksalat sollten erst zum Monatsende ins Freie.

TIP: Wenn Sie mit Vlies abdecken, verfrüht sich die Ernte!

Ab Mitte des Monats können die Frühkartoffeln in den Boden.

Wer Mangold überwintert hat, sollte in den ersten Apriltagen die Pflanzen Anhäufeln und mit einer Stickstoffdüngergabe versorgen.

Die Aussaat des Rosenkohls sollte im Laufe des April erfolgen, damit sich die Rosen bis zum Spätherbst gut entwickeln können.

Für Spargelneuanlagen ist Mitte April der letzte Pflanztermin!

Ab Ende April können die ersten Freilandgurken ausgesät werden.

Mehrjährige Gewürzkräuter sollten im April zurück geschnitten werden.

Die Erdbeerpflanzen sind jetzt mit einem stickstoffarmen Volldünger zu versorgen.

 

Frühbeet:

Mitte des Monats können Gurken, Zucchini, Sellerie und Spinat ausgesät werden.

Die im März ausgesäten Tomaten und Paprika werden vereinzelt und ins warme Frühbeet gestellt. 

 

Allgemeines

Rasen: Im April wird gelüftet und gedüngt. Sobald das Wachstum beginnt sollte aller 10 Tage gemäht werden, wobei die Flächen mit Blumenzwiebeln bis zum Vergilben der Blätter ausgespart werden sollten.

Das Pflanzen von Rosen, Hecken und Stauden kann erfolgen.

Einjährige Kletterpflanzen, wie Feuerbohnen, Edelwicken und Prunkwinden können in Töpfen vorgezogen werden.

Sommerblumen, wie Goldmohn, Ringelblumen, Sommerazaleen und Rittersporn werden an Ort und Stelle ausgesät.

Im April sollten die Gladiolenknollen in den Boden gelegt werden, wobei sie in jedem Jahr einen anderen Standort erhalten sollten.

Dahlien und Freesienknollen sollten erst in den Boden, wenn er schon warm ist.

An schattigen Stellen können Ende April Rhododendren gepflanzt werden, ebenso die Clematispflanzen.

Bleiben die Knospen der Rhododendren klein und wirken vertrocknet, sollten sie ausgebrochen und vernichtet werden. Es liegt ein Pilzbefall vor!

 

 

Der Garten im Mai

Bauernregeln für den Monat: 

Mai ohne Regen – fehlt’s aller Wegen.

Der Mai kühl, der Juni nass – füllt dem Bauern Scheuer und Fass.

Mairegen auf die Saaten – dann regnet es Dukaten.

Pankraz ohne Regen, bringt großen Erntesegen.

Viele Gewitter im Mai, der Bauer singt Juchei.

Treibt die Eiche vor der Esche – hält der Sommer große Wäsche; treibt die Esche vor der Eiche – hält der Sommer große Bleiche; treibt Esch’ und Eich’ zugleich – werden Bürger und Bauer reich!

Ein kühler Mai wird hochgedacht, hat je ein fruchtbar Jahr gebracht.

Übermäßig warmer Mai; will, dass der Juni voll Nässe sei!

 

 

Obstgarten

Himbeeren sollte jetzt gemulcht werden. Das dient der Gesundheit der Pflanzen, fördert den Neutrieb und die Fruchtausbildung. Als Mulchmaterial kann Rasenschnitt, kurz geschnittenes Stroh oder auch Holzhäcksel verwendet werden.

Offener Boden unter Obstbäumen und Beerensträuchern sollte ebenfalls mit einer Mulchdecke versehen werden. Wer es blumig liebt, kann auch eine Unterpflanzung mit Ringelblumen oder Kapuzienerkresse wählen.

Mit dem Schnitt der Aprikose und des Pfirsichs sollte man bis nach den Eisheiligen warten, um Schäden durch Spätfroste zu vermeiden.

Die Sauerkirschbäume sollten auf Monilia-Befall untersucht werden. Die befallenen Zweige sind bis ins gesunde Holz zurück zu schneiden.

An Apfelbäumen sind die weißlichen Mehltauspitzen ab zu schneiden, um die Verbreitung des Pilzes zu verhindern.

Zur Vermeidung von Schorf an Apfel und Birne ist eine Nachblütenspritzung mit einem organischen Fungizid notwendig. Diese sollte aber nach 2 Wochen wiederholt werden.

Bei Pflaumen kann eine Spritzung gegen den Pflaumenrost und bei Süßkirschen gegen die Schrotschusskrankheit sinnvoll sein.

Nach den Eisheiligen sind die Erdbeerbeete nochmals von Unkraut zu befreien und der Boden mit kurzem Stroh abzudecken.

Hatten Sie Neupflanzungen vorgenommen, empfiehlt es sich die Fruchtansätze zu entfernen. Mehr Zuwachs ist wichtiger! 

Bei anhaltender Trockenheit sollten vor allem die neu gepflanzten Bäume und Sträucher gründlich gegossen werden. Auch die Erdbeerpflanzen sollten zusätzlich gegossen werden, damit sich die Früchte gut entwickeln können.

GemüseI

Wer im April vergessen hat Mangold, Dill oder Bohnenkraut vergessen hat auszusäen, kann dies Anfang Mai nachholen.

Gurken, Busch- und Stangenbohnen sollten erst nach der Monatsmitte, wenn der Boden schon wärmer ist, ausgesät werden.

Zum Monatsende können die im Frühbeet oder Gewächshaus vorgezogenen Pflanzen, wie Tomaten, Gurken, Zucchini und Zuckermais ins Freie ausgepflanzt werden.

Ebenso sollten jetzt für die Herbsternte Rosenkohl, Porree, Weiß- und Rotkohl zum Monatsende gepflanzt werden.

Bei den besonders Wärme liebenden Arten, wie Paprika, Auberginen oder Zuckermelonen sollte man allerdings auch weiterhin auf einen Folienschutz nicht verzichten.

Möhren, Petersilie, Radieschen, Rote Rüben und Schwarzwurzeln sollten nach dem Aufgang ausgedünnt werden.

Zur Steigerung des Ernteergebnisses sollten die Frühkartoffeln angehäufelt werden

Eine Kopfdüngung mit Kalkammonsalpeter oder Blaudünger für einen Wachstumsschub sollte ab Monatsmitte nicht vergessen werden.

 

 Allgemeines

 

Abgeblühte Pflanzenteile sind unbedingt zu entfernen, denn jeder Samenansatz bedeutet Kraftentzug für die Pflanze.

In der 1. Maidekade können die Knollen der Gladiolen, Dahlien, Montbretien in den Boden gebracht werden.

Direkt nach dem Flor der Mandelbäumchen und Hängekätzchenweide sollten die Zweige rabiat auf Handbreite eingekürzt werden. Nur so entstehen neue Äste für die Blüte im nächsten Jahr.

Nach den Eisheiligen können die frostempfindlichen Sommerblumen ins Freie gebracht werden.

Einjährige Kletterpflanzen, wie Japanischer Hopfen, Kaiserwinde Glockenrebe sind mit dem Topfballen direkt vor Ort auszupflanzen. Feuerbohnen und Edelwicken sind direkt an Ort und Stelle auszusäen.

Edelweiß, Marien-Glockenblume, Goldlack, Husarenkopf und Zwergmargeritte können ausgesät werden.

Bei hochwachsenden Stauden, wie Rittersporn, Herbstastern sind rechtzeitig Stützen für die Pflanzen anzubringen.

Die Rosen sollten am Monatsende die 1. Spritzung gegen den Sternrußtau, Mehltau und Rosenrost erhalten.

Der Rasen sollte jetzt wieder regelmäßig geschnitten werden und bei anhaltender Trockenheit durchdringend gegossen werden. Wer einen grünen gesunden Rasen liebt, sollte die regelmäßigen Düngergaben nicht vergessen.

Am Buchs kann der Buchsbaumblattfloh und der Buchsbaumzünsler auftreten und bekämpft werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

I