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Willkommen beim Regionalverband der Gartenfreunde Bitterfeld-Wolfen und Umgebung e.V.


  Der Garten im Februar
                    

Bauernregeln für den Monat:

Der Februar hat seine Mucken, baut aus Eis wohl feste Brucken.

Heftige Nordwinde im Februar deuten auf ein fruchtbar Jahr.

Die Katz, die in der Hornungssonne liegt, im März sich hinter den Ofen schmiegt.

Scheint zu Lichtmeß (2.) die Sonne heiß, gibt’s noch sehr viel Schnee und Eis.

Lichtmeß im Klee, Ostern im Schnee.

Ist Lichtmeß stürmisch kalt, so kommt der Frühling bald.

Wenn’s an Lichtmeß stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit; ist es aber klar und hell, kommt der Lenz wohl nicht so schnell.

St. Matheis (24.) bricht das Eis, findet er keins, macht er eins.

Ist der Februar trocken und kalt, kommt im Frühjahr die Hitze bald.

Wenn der Februar kalt, wird der Winter nicht alt.

Schmilzt im Februar die Sonn‘ die Butter, so gib’s im Jahr dann spätes Futter.

Foto: Axel Richter

Obstgarten

An den Obstbäumen können die Schnittarbeiten weiter geführt werden. Mit Mehltau befallene Triebspitzen an Bäumen und Sträucher müssen abgeschnitten werden, ebenfalls sollten vorhandene Fruchtmumien entfernt werden.

Bei jungen Bäumen wird die Krone aus dem Mitteltrieb und drei flachstehenden Seitenästen aufgebaut. Bei älteren Hochstämmen sollte die Höhe begrenzt werden und steil stehende Äste werden auf die waagerechte durch herunter binden abgeleitet werden. Das zusätzliche Herausschneiden von abgetragenen Fruchtholz bringt Licht und Sonne in das Bauminnere und die Früchte entwickeln mehr Geschmack.

Ab Ende des Monats können auch frostempfindliche Obstsorten, wie Aprikose, Brombeere, Pfirsich geschnitten werden.

Um Frostschäden zu vermeiden, sollten die Stämme geweißt werden.

Der Schnitt beim Stein- und Beerenobst sollte abgeschlossen werden.

Beim Wein sollten die Ranken auf kurze Stummel (Zapfenschnitt) gekürzt werden.

Sobald die Knospen des Pfirsichs das „Mausohrstadium“ erreicht haben, sollte die erste Spritzung gegen die Kräuselkrankheit erfolgen. Das Spritzen sollte zwei bis dreimal im Abstand von zwei bis drei Wochen wiederholt werden. 

 

Gemüse

Vorhandenes Saatgut ist auf Keimfähigkeit zu prüfen. Frischer Kompost kann vorbereitet (gesiebt) werden, um ihn im Frühjahr auf die Gemüsebeete verteilen zu können. Ab Mitte Februar können die Frühbeete vorbereitet werden.

Im Frühbeet können frühe Sorten von Kopfsalat, Rettich und Kohlrabi gepflanzt werden.

Erdbeeren, die sehr sonnig stehen, sollten zum Schutz vor vorzeitiger Erwärmung mit Stroh oder Reisig abgedeckt werden.

An frostfreien Tagen können Schwarzwurzeln geerntet werden.

Tomaten sollen ab jetzt warm vorkultiviert werden. Sie brauchen viel Licht für gedrungenes Wachstum.

Ab Ende des Monats sollten Sie Ihre Frühkartoffeln vorkeimen.

Stachel- und Johannisbeerpflanzen können neu gepflanzt und die Altbestände sollten gedüngt werden.

Sind an den Johannisbeersträuchern auffallend dicke Knospen, sollten diese entfernt werden. Hier könnte sich die Johannisbeer-Gallmilbe eingenistet haben.

Wollen Sie im Herbst Gewürzfenchel ernten, so müssen Sie ihn jetzt aussäen.

Der Knollen-Sellerie kann ab der 3. Dekade bei hohen Temperaturen vorkultiviert werden. 

 

Allgemeines

Ziersträucher, die im alten Holz blühen, sowie Strauchrosen, die nicht bereits im Nachsommer ausgelichtet wurden, sollten jetzt geschnitten werden. Sommerblumen können im geheizten Zimmer ausgesät und vorgezogen werden.

Noch nicht schneiden sollte man den Blumen-Hartriegel, die Magnolie und die Zaubernuss, da sie auf größere Rückschnitte empfindlich reagieren; es tritt reichlich Pflanzensaft aus.

Alle Clematis-Sommerblüher können bis ins mehrjährige Holz zurück geschnitten werden, um einen kräftigen Neutrieb zu erhalten.

Immergrüne Pflanzen können jetzt vertrocknen, bei frostfreiem Wetter unbedingt gießen!

Überprüfen Sie die vorhandenen Nistkästen bzw. bringen Sie weitere an. Die Brutplatzwahl der Vogel beginnt schon bei wärmeren Wetter.

Kontrollieren Sie ihre Kübelpflanzen im Winterquartier regelmäßig auf Schädlingsbefall. Abgestorbene Pflanzenteile sollten entfernt werden. 

Noch vor dem ersten Austrieb sollten die Rosen ihre erste Düngergabe erhalten, aber nur mit organischem Dünger.

 

 

 

Der Garten im März

Bauernregeln für den Monat: 

Märzenschnee tut Frucht und Weinstock weh.

Märzenschnee und Jungfernpracht, dauern oft nur über Nacht!

Nasser März, trockener April, kein Kräutlein geraten will.

Feuchter März des Bauern Schmerz!

Ist Kunigunde (3.3.) Tränenschwer, dann bleibt gar oft die Scheune leer.

Wenn’s an 40 Märtyrer (10.3.) regnet oder friert, regnet es noch 40 Tage oder friert 40 Nächte.

Geht am Gregor (12.3.) der Wind, so geht er bis St. Jörgens (2.4.) kimmt.

Ist Gertraude (17.3.) sonnig, wird’s den Gärtner wonnig.

Gertraude ist’s gelegen, die Bohn‘ in die Erd‘ zu legen.

Ist Josephus (19.3.) hell und klar, so gibt’s ein recht gesegnet Jahr.

Mariä verkündigt (25.3.) hell und klar, gibt gewiss ein gutes Jahr.

Ist der Ruprecht (27.3.) der Himmel rein, wird es auch im Juli sein.

März ohne Nass – macht voll das Fass. Gewitter im Monat Märzen, gehen den Bauern zu Herzen.

Säst du im März zu früh, ist’s oft vergebene Müh.

Im Märzen kalt und Sonnenschein, wird’s eine gute Ernte sein.

Ein grüner März – erfreut kein Bauernherz

 

 

Obstgarten

Der Obstbaumschnitt sollte bis zum Monatsende abgeschlossen werden. Ab Mitte März kann mit dem Umveredeln des Kernobstes (Kirschen, Pflaumen) begonnen werden.

An frostfreien Tagen können Obstbäume und Beerensträucher in die vorbereiteten Pflanzlöcher gepflanzt werden.

Nach erfolgter Pflanzung und kräftigem Angießen sollte die Pflanzscheibe mit Mulch abgedeckt werden.

Wer Himbeeren sein eigen nennt, sollte auch sie mit einer geschlossenen Mulchschicht versehen.

Das Düngen der Obstbäume und Beerensträucher sollte bis zum Beginn der Blüte beendet werden.

Der Apfelblütenstecher kann in diesem Monat auftreten. Es empfiehlt sich Wellpappgürtel um die Baumstämme zu binden und regelmäßig zu kontrollieren.

Der Schnitt der Beerensträucher sollte abgeschlossen werden, da die Sträucher bereits Ende Februar/Anfang März beginnen auszutreiben. Die Stachelbeersträucher sollten gleichzeitig auf Befall durch den Amerikanischen Stachelbeer-Mehltau untersucht werden. Befallene Triebe (weißlicher bis bräunlicher Belag) abschneiden und über die Mülltonne entsorgen.

Bevor die Knospen der Weinreben beginnen anzuschwellen, sollte der Schnitt der Pflanzen erfolgen, in der Regel in der 1. Woche des Monats. Sie „bluten“ dann weniger.

Von den Erdbeeren  sollten Sie jetzt die stark verfärbten Blätter entfernen und in der Biotonne entsorgen, da an ihnen oft Krankheitserreger haften. Der Boden zwischen den Reihen ist zu lockern und  mit einem stickstoffarmen Volldünger zu versehen. Wenn Sie sehr zeitig Erdbeeren ernten wollen, sollten Sie unter Folie anbauen!

Tritt der amerikanische Stachelbeermehltau auf, sollten die Spitzen der Triebe abgeschnitten und über den Restmüll entsorgt werden.

Gemüse

Das im Februar im warmen Frühbeet ausgesäte Frühgemüse kann ab Mitte März in den kalten Kasten pikiert werden.

Sobald der Boden abgetrocknet ist, können die Gemüsebeete pflanzfertig hergerichtet werden. Die Grunddüngung kann bei dieser Gelegenheit gleich mit eingebracht werden.  Mit dem Aussäen sollte aber noch bis in den April gewartet werden.

Schwarzwurzeln sollten bis Mitte März ausgesät werden. Bei späteren Aussaaten bleiben die Wurzeln dünn.

Gegen Mitte des Monats sind die Saatkartoffeln in Flachstiegen zum Vorkeimen heller zu stellen.  Ihr Anbau unter Folie verkürzt die Zeit bis zur Ernte erheblich.

Im Folientunnel oder Gewächshaus können bereits zur Monatsmitte Kopfsalat, Kohlrabi und Radieschen gepflanzt bzw. ausgesät werden.  Wer Brokkoli ernten will, kann jetzt mit der Aussaat im warmen Frühbeet beginnen. Bei kräftigen Sonnenschein sollte das Schattieren und Lüften nicht vergessen werden.

Tomaten und Paprika können ab Mitte März im warmen Kasten ausgesät werden.

Da Schalenerbsen als junge Pflanzen leichte Fröste vertragen, kann mit deren Aussaat im Freiland begonnen werden.

Das Auspflanzen der Lauchzwiebeln kann vorgenommen werden.

Bei der Aussaat von Wurzelgemüse sollten sie beachten, dass der Boden nicht mit frischem Stalldung versehen ist.

Wer im Herbst starke Porreestangen ernten will, sollte jetzt mit der Aussaat im kalten Frühbeet beginnen. Beim Saatgut sollten Sie auf das Verfallsdatum achten, da der Samen im zweiten Jahr nur noch bedingt keimt.

Ab Mitte März werden die Frühkartoffeln vorgekeimt. Da die Keime sehr leicht abbrechen, mein Tipp: legt die Kartoffeln in Eierkartons. Damit können die bei 12-15 Grad C vorgekeimten Kartoffeln auch bequem und sicher zum Pflanzort transportiert werden.  

 

 Allgemeines

Sobald der Boden frostfrei ist, kann mit dem Pflanzen von Laubgehölzen, Hecken und Rosen begonnen werden. Die Rosen sollten nach der Pflanzung sofort angehäufelt werden. 

Sobald der Frost aus dem Boden ist und die Rosen zu treiben beginnen, kann der Winterschutz weg und die Rosen abgehäufelt werden. Danach wird mit dem Schnitt (wenn die Forsythien blühen) der Rosen begonnen. Der Schnitt sollte, um einen starken Austrieb zu erhalten, ca. 20 cm über dm Boden erfolgen. 

Der Schnitt der Hecken sollte in diesem Monat beendet werden. 

Hochgefrorene Stauden der Herbstpflanzung andrücken, damit die Wurzeln wieder Verbindung mit der Erde bekommen. 

Ziergräser werden oberhalb des Boden abgeschnitten. 

Sommerblumen die im Februar im warmen Frühbeet oder im Gewächshaus ausgesät wurden, können ab Mitte März in den kalten Kasten pikiert werden.

 

Rhodedendren lieben humosreiche Böden, die einen pH-Wert um 5 aufweisen soll. Um dies zu erreichen sollten ca. 80g je qm eines speziellen Düngers im Frühjahr gestreut werden. Auch sollte die Mulchschicht unter der Pflanze erneuert werden. 

Wer die Möglichkeit hat, kann seine Kübelpflanzen aus dem kühlen Winterquartier holen und sie an helle und warme Plätze stellen. Zuvor sollte geprüft werden, ob ein Umtopfen in ein größeres Pflanzgefäß notwendig ist oder nicht.

Der Wurzelballen kann auch mit einem scharfen Messer verkleinert werden, wenn der gleiche Topf wieder verwendet werden soll. Auch frische Erde und die Zugabe von Langzeitdünger fördert ein frühzeitigen Blühen. 

Schnecken werden jetzt wieder munter. Sammeln Sie deshalb bei Bodenarbeiten die weißlichen Eigelege auf und vernichten Sie sie.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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